AKTUELLES
Hier werden die aktuellen Informationen aus dem Vereinsleben zum Herunterladen abgespeichert.
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Reisebericht:
Besuch in Sierra Leone im Februar 2026
Im Februar 2026 sind Pastor Ernst Bohnet und ich (Freerk Meyer) für 10 Tage nach Sierra Leone in Westafrika geflogen. Dort haben wir unsere Freunde der „Love One Another Campaign“ (LOAC) um Dr. med. Tilly Bell besucht, praktische Hilfe geleistet und unseren christlichen Glauben geteilt. Für Ernst Bohnet war es die 6. Reise nach Sierra Leone und für mich die 5. Reise. Ausgangspunkt unserer Zeit in Sierra Leone war die Hauptstadt Freetown in deren Umfeld die LOAC mehrere Projekte betreibt und wo das Ehepaar Valerie und Tilly Bell wohnt.
Zwei dieser Projekte in Freetown (das Waisenprojekt in „Thunder Hill“ mit Rev. Adamar und die Agape Schule von Moses und Hannah in Dwarzak) haben wir im Rahmen unserer Reise besucht und unterstützt. Neben diesem direkten Kontakt mit den LOAC- Projekten, sind der freundschaftliche Austausch und Zeit für Gott mit gemeinsamem Gebet mit den Aktiven und Verantwortlichen Leuten der LOAC wichtige Aspekte unserer Reise.
Wir sind dabei dankbar, dass wir von unserem Verein OiSL e.V. aber auch von der Baptistengemeinde Emden und einzelnen Spendern mit Geschenken und Geldmitteln ausgestattet wurden, um direkt einzelne Menschen und die Projekte der LOAC gezielt unterstützen zu können (Bei Bedarf kann eine Auflistung der Verwendung der Spendengelder vorgelegt werden).
Das eigentliche Ziel der Reise war das Hauptprojekt unseres Vereins, die „Rev. Ernst Bohnet Schule“ in Koidu im Kono District. Koidu liegt etwa 350 km von der Hauptstadt „Freetown“ entfernt.
Wir fuhren mit Dr. Bells chinesischem Kleinbus mit 11 Reiseteilnehmern zunächst nach Makeni einer Provinzstadt etwa in der Mitte der Strecke nach Koidu. Dort besuchten wir das Ausbildungs- und Schulprojekt unserer Partnerorganisation „Mütter helfen Müttern“. Mit großer Freude konnten wir die positive Entwicklung der Schule dort wahrnehmen.
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Neu ist, dass dort nun neben der Frauen- Erwachsenenbildung auch Schritt für Schritt eine Vor- und Grundschule gegründet wird. Die ersten Vorschulkinder sind bereits dort.
Da die sehr erfolgreiche, langjährige Leiterin des Projektes
in die USA ausgewandert ist, wurde in unserem Beisein die
Lehrerin Esther S. Koroma (uns seit vier Jahren bekannt und
bislang an der Rev. Bohnet School in Koidu tätig!) von Tilly
Bell zur neuen Leiterin des Projektes bestimmt.
Nach einem hervorragenden, afrikanischen Essen der Koch-
schülerinnen machten wir uns wieder auf den Weg nach Koidu…
In der Provinzhauptstadt des Kono Distriktes verbrachten wir die folgenden vier Tage. Die Schule, die den Namen von Ernst Bohnet trägt (Kurzform: Wir gehen zur „Bohnet“), liegt am Stadtrand im Stadtteil Dorma und hat inzwischen über 600 Schüler und Schülerinnen vom Vorschulalter bis zum Erreichen der Hochschulreife. 27 Lehrer und Lehrerinnen bzw. Erzieherinnen betreuen sie.
Eine besondere Freude war das Treffen mit drei jungen
Männern, die als Absolventen der „Bohnet“ nun als
Uni- Studenten kurz vor ihren akademischen Abschlüssen
stehen. Zur besonderen Freude von Tilly Bell wird einer
der drei im nächsten Jahr seinen Abschluss als Mediziner
erreichen. Er berichtete uns, dass er aus einer armen
Familie aus Koidu kommt, die kein Geld für einen
Schulbesuch hatte. Nur durch das kostenlose Schul-
angebot an der „Bohnet“ bekam er die Chance auf
Bildung!
Ein Ziel des diesjährigen Besuches war, die Anlage zur Versorgung der Schule mit sauberem Trinkwasser nach einer diebstahlbedingten Beschädigung wieder zu reparieren. Daraus entwickelte sich ein weitgehender Neuaufbau der Anlage. Nach fast dreitägiger intensiver Arbeit gemeinsam mit mehreren Fachleuten aus Koidu (Solar und Rohrleitungen) konnten wir die Anlage wieder in Betrieb nehmen.
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Unser zweites praktischen Projekt war der Aufbau eines neuen Computerschulraumes für die Schüler der höheren Klassen. Wir hatten eine Spende von 7 sehr guten, gebrauchten Laptops erhalten und aus Deutschland mitgebracht. Schnell war ein geeigneter Raum im neuen Obergeschoß des Ranendra- Datta- Buildings gefunden. Dieser Raum wurde in den folgenden Tagen neu gestrichen und für als Computerraum vorbereitet. Parallel wurden bei einem ortansässigen Tischler der Bau von 8 Arbeitsplätzen und Stühlen beauftragt.
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​Damit die Laptops mit dem notwendigen Strom versorgt werden können, wurden die Grundkomponenten zum Aufbau einer Solarstromversorgung (Batterie, DC-AC Wandler und Solarcontroller) angeschafft. Etwa 1000 € müssen nun noch aufgebracht werden, damit wir die Anlage mit drei Solarpanelen auf dem Dach und der notwendigen Verkabelung komplettieren können. Diese Arbeit soll von dem oben bereits erwähnten „Solarman“ aus Koidu ausgeführt werden.
Natürlich waren die menschlichen Kontakte mit den Kindern und Lehrern von großer Bedeutung. 3 Tage lang tauchten wir in das Schulleben ein und erlebten so z. B. ein Schulfest mit einer „Talentshow“ der verschiedenen Jahrgänge. Danach gab es für alle Teilnehmer ein leckeres Essen auf dem Schulgelände!
Bei einem Treffen mit Eltern wurde deutlich, dass die im letzten Jahr vorgenommenen Änderungen in der Leitung der Schule gut wirken und sie heute sehr zufrieden sind.
Dies galt übrigens auch für den Town Chief
(Häuptling in unserem Stadtteil). Er hat selbst
Kinder an „unserer Schule“ und ist sehr zufrieden
über die Fortschritte dort.
Bei einem Treffen mit den Lehrern und Lehrerinnen
durften wir Jedem/ Jeder einzeln für das geleistete
Engagement danken und jeweils einen 50.- € - Geld-
schein überreichen (das entspricht fast einem Monatsgehalt).
Die Freude war entsprechend groß.
Bei diesem Treffen wurde der Physiklehrer John Komba Gbonda (unser Freund, der sich bereits in den letzten Jahren sehr verlässlich um das Paulsystem gekümmert hat)
zum leitenden Lehrer berufen.
Der Plan ist, dass er mittelfristig zum Leiter der Schule ernannt wird.
Wir haben ihn mit einem Segensgebet für in seine neue Aufgabe
eingeführt. Er macht gerade eine Zusatzausbildung, die ihn auch aus
staatlicher Sicht dafür befähigt.
Eine besondere Freude war, dass sich sonntags eine kleine Gemeinde mit etwa 40 Personen in unseren Schulräumen trifft. Es handelt sich dabei um einen Ableger der Gemeinde in Freetown, zu der Tilly gehört. Gemeinsam feierten wir einen schönen Gottesdienst, bei dem Ernst Bohnet gepredigt hat und auch noch Zeit für ein Grußwort blieb.
Danach endete unsere Zeit in Koidu und wir machten uns nun mit 12 Personen und mit einer Ziege im Auto auf den Rückweg. Ein wunderbares Erlebnis während der Rückfahrt war ein fast dreistündiger mehrstimmiger Gesang afrikanischer Anbetungslieder. So verging die 6- stündige Fahrt fast wie im Fluge…
Auf dem Rückweg haben wir in Jui, am Stadtrand von Freetown kurz am Evangelical College of Theology angehalten und die EBMi- Mitarbeiter, die Pastoren Christiana und Ralf Döhring besucht und Grüße aus Deutschland ausgerichtet. Es ist uns wichtig, das baptische Engagement in Sierra Leone positiv zu unterstützen.
Zurück in Freetown wurden noch einige Besuche durchgeführt und bei dem wöchentlichen Treffen der LOAC die Zeit mit unseren Freunden in Sierra Leone mit großer Dankbarkeit reflektiert. Unsere schwerbepackten Koffer, die wir auf der Hinfahrt mit den
Hilfsgütern mitgebracht haben, waren nun leer. Das Gleiche galt für unsere mitgebrachten Geldmittel. Alles war nach bestem Wissen verteilt und eingesetzt worden.
Dafür nahmen wir viele herzliche Grüße, aber auch viele Pläne zur Weiterentwicklung unserer Projekte mit nach Hause!
Bei der Jahreshauptversammlung unseres Vereins am 9. April 2026 wollen wir einen Reisebericht mit vielen Bildern geben, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Freerk Meyer
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Der Bericht zum Download mit den zugehörigen Bildern finden Sie durch Klicken des unten stehenden Buttons.
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Weitere Informationen können durch "klicken" der Button als .pdf Dateien heruntergeladen werden:
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